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aktualisiert: 10.10.2011

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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RAUCHMELDER werden PFLICHT

Gesetz zur Änderung der Hessischen Bauordnung (HBO) am 20.06.2005 in Kraft

Wiesbaden – Durch eine verbindliche Regelung in der HBO wird die Verpflichtung für den Einbau von Rauchwarnmeldern in die Verantwortung derjenigen gelegt, die am Bau und Betrieb von Wohnungen beteiligt sind. Der Einbau von Rauchwarnmeldern auf freiwilliger Basis wird dadurch ergänzt und nachhaltig beschleunigt, um so die Zahl der Toten bei Wohnungsbränden in einem absehbaren Zeitraum deutlich weiter zu reduzieren. Entsprechend dem Regelungskonzept der HBO erfolgt eine Kontrolle der Einhaltung der Verpflichtung durch Behörden oder Dritte nicht. Auch die Überwachung der Funktionsfähigkeit der Rauchwarnmelder ist einfach und bleibt daher der Eigenverantwortung überlassen.

In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Bestehende Wohnungen sind bis zum 31. Dezember 2014 entsprechend auszustatten.

Damit wurde in Hessen der weitreichendeste Schutz der deutschen Bundesländer festgeschrieben. Dieses Gesetz basiert auf Initiativen der Feuerwehrverbände, insbesondere des Landesfeuerwehrverbandes Hessen und aller Parteien des Hessischen Landtages.

Warum Rauchmelder sinnvoll sind:

In der Bundesrepublik Deutschland sterben pro Jahr mehr als sechshundert Menschen durch Feuer und vor allem durch Rauch. Über 5.000 Menschen werden bei Bränden verletzt, die Sachschäden betragen Millionen. Besonders gefährlich ist der bei Wohnungsbränden entstehende Rauch, weil er sich um ein Vielfaches schneller verbreitet als Feuer. Schon in wenigen Sekunden kann die gewohnte Umgebung so stark verrauchen, dass Lebensgefahr besteht. Trotz gutem baulichen Brandschutz und aller Vorsicht und Aufmerksamkeit, ist letztlich niemand davor geschützt, dass nicht auch in der eigenen Wohnung ein Brand entstehen kann. Ein Defekt an einer elektrischen Leitung oder einem Gerät, eine Unachtsamkeit im Haushalt, eine brennende Zigarette im Bett oder mit Feuer spielende Kinder – so entsteht schnell ein Brand, der häufig nicht sofort bemerkt wird. Oft schwelen solche Brandherde über Stunden. Sind Möbel oder andere Gegenstände mit hohen Kunststoffanteilen betroffen, entwickelt sich beim Verbrennen besonders giftiger Rauch. Wer im Schlaf überrascht wird, kann durch die Rauchgase Kohlenmonoxid, Chlor- oder Blausäuregas das Bewusstsein verlieren. Im schlimmsten Fall erstickt man, ohne auch nur einen Hustenreiz zu verspüren. Rauchmelder können in solchen Situationen Leben retten.

Durch einen lauten Warnton werden Menschen selbst aus tiefstem Schlaf geweckt. So verschaffen Rauchmelder die nötige Zeit, um zu fliehen und die Feuerwehr zu rufen oder möglicherweise den Brand selbst zu bekämpfen.

Worauf ist beim Kauf zu achten?

Batteriebetriebene Rauchmelder sind nicht teuer. Sie erhalten Sie in Elektrofachgeschäften, Baumärkten und den Technikabteilungen von Kaufhäusern. Einen Batteriebetriebenen Rauchmelder von guter Qualität kann man schon für deutlich unter 50,00 EURO kaufen

Tipps für den Einkauf:

- das Gerät sollte auf optischer Basis funktionieren

- batteriebetriebene Geräte sollten schwache Batterien anzeigen (durchschnittliche Lebensdauer der Batterie ca. 1 - 3 Jahre)

- das Gerät sollte ein CE-Zeichen aufweisen und geprüft sein (GS-Zeichen) oder einer internationalen Norm (BS5446 Part1 – Britischer Standard, bzw. PrEN ISO 12239 (1995) oder ISO/DIS 12239 entsprechen.

- die Geräte sollten über einen Testknopf verfügen.

- die Geräte sollten die Möglichkeit einer Vernetzung bieten

- Markenhersteller gewähren mehrjährige Garantien

Wo werden Rauchmelder installiert?

In Privathaushalten gehören Rauchmelder unter die Zimmerdecke und am besten in die Raummitte. Vorzugsweise sind sie vor den Schlafräumen zu installieren und in den Schlafzimmern selbst – vor allem wenn Sie dort elektrische Geräte wie Heizdecken, Fernsehapparate o.ä. benutzen. Auch die Kinderzimmer sollten Sie durch ein zusätzliches Gerät schützen. In Häusern mit mehreren Stockwerken sollten die Rauchmelder im Flur auf den Etagen montiert werden. Wichtig ist auch ein Rauchmelder im Keller. Besonders staubige Räume eignen sich nicht für eine Installation, da hier häufig Fehlalarme ausgelöst werden. Schützen Sie sich! Installieren Sie Rauchmelder!

Eine kleine Investition für ein kostbares Gut – Ihr Leben !

                                           

Die gefährlichsten Irrtümer:

„Wenn es brennt, habe ich mehr als zehn Minuten Zeit, die Wohnung zu verlassen.“

Irrtum, Sie haben durchschnittlich nur vier Minuten zur Flucht. Eine Rauchvergiftung kann sogar bereits nach zwei Minuten tödlich sein.

 „Meine Nachbarn oder mein Haustier werden mich rechtzeitig alarmieren.“

Eine gefährliche Fehleinschätzung, wenn man nur zwei Minuten Zeit hat – besonders nachts, wenn Ihr Nachbar schläft und das Haustier im Nebenzimmer ist.

 „Wer aufpasst, ist vor Brandgefahr sicher.“

Stimmt nicht. Elektrische Defekte sind häufige Brandursachen. Auch Brandstiftung im Keller oder Hausflur sowie ein Brand in der Nachbarwohnung gefährden Sie ganz unverschuldet.

 „Steinhäuser brennen nicht.“

Das brauchen sie auch nicht! Schon Ihre Gardine, die Tapete oder ca. 100g Schaumstoff, beispielsweise in Ihrer Couch, sind ausreichend, um eine tödliche Rauchvergiftung zu erzeugen.

 „Rauchmelder sind zu teuer.“

Ein Rauchmelder ist das beste Mittel zum vorbeugenden Brandschutz im eigenen Haushalt. Täglich sterben in Deutschland 2 Menschen bei Bränden. Wie viel ist Ihnen Ihr Leben wert?

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